Regionalbudget-Projekte 2021

Unsere Regionalbudget-Projekte 2021

Auch 2021 können viele kleine Projekte vom Regionalbudget profitieren

Im Frühjahr 2021 lief der dritte Projektaufruf. Es wurden zahlreiche Projekte eingereicht. Im Laufe des Jahres konnten etwa 30 Projekte beschlossen und umgesetzt werden. Darunter sind sowohl kommunale als auch ehrenamtlich getragene Projekte, die alle einen Beitrag zur Lebensqualität in 3L in Lippe leisten.

 

Viele der Projekte standen im Zeichen der Inklusion und Barrierefreiheit. So erhält die Waldkapelle in Ohrsen ein barrierefreies WC, sodass Menschen mit Behinderung auch an den kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen an dem generationenübergreifenden Begegnungsort besuchen können. Die Renovierung und Neuaufstellung diverser Ruhebänke entlang beliebter Wander- und Radwege in Brüntorf, Brake, Voßheide und Hörstmar ermöglichen es zudem älteren Menschen und weniger mobilen Personen, die Wege zu nutzen.

Besonders Kinder und Jugendliche profitieren von den eingereichten Projekten. Neben der Aufwertung diverser Spielgeräte auf Spielplätzen in Bechterdissen und Lage, wird der Bolzplatz in Wahmbeck erneuert und auf dem Spielplatz der Grundschule Kirchheide ein Minifußballfeld ausgestattet. Der Jugendtreff GreAse in Greste erhält eine neue Ausstattung. Zur langfristigen Sicherung des Standorts werden Teile des Mobiliars erneuert. Im Dorfmittelpunkt Wahmbecks kann zudem demnächst eine Calisthenics-Station und ein Outdoor-Barren von Sportbegeisterten genutzt werden. Des Weiteren werden auf dem Aktivplatz des Bürgervereins Ohrsen-Ehlenbruch ein neues Spielgerät und auf dem Spielplatz des Bürgerparks Eichenallee ein inklusives Spielgerät „Die Wippe“ errichtet.

Auch einige Sportvereine in 3L in Lippe können sich über neues Equipment freuen. Neben neuen Lautsprechern und einer Nähmaschine für die Ballettgruppe des ZMOs kann mithilfe des Regionalbudgets neues Equipment für den TTC Schuckenbaum erworben werden.

Einer Vielzahl an Vereinen werden neue Möglichkeiten zur Ausübung ihrer Tätigkeiten gestellt. Die türkisch-islamische Gemeinde Lemgo erhält eine Trennwand für einen ihrer Veranstaltungsräume, um ganz nach Bedarf und sobald es die Auflagen wieder zulassen, Events und Treffen neu zu organisieren. Auch der SSV Lemgo, die Jugendfeuerwehr und der Kulturtreff in Leopoldshöhe erhalten bald die Möglichkeit, Meetings und Veranstaltungen zeitgemäß mit neuer Technik und digitalen Medien zu gestalten Für die Durchführung von Vorträgen und Schulungen/Seminaren stehen bald z.B. Beamer, neue Computer u.Ä. zur Verfügung. Der Dorftreff in Hörstmar erhält eine neue Küche zur Unterstützung ehrenamtlich initiierter Veranstaltungen.

Eine zukunftsfähige Digitalisierung findet bald auch in der Mensa der Felix Fechenbach Gesamtschule Leopoldshöhe statt. Mithilfe neuer RFID-Chips für Schüler*innen, Lesegeräte, Anzeigeterminals und neuen Computern für die Verwaltung von Essensbestellungen und Abrechnungen soll eine Grundlage für eine moderne, kontaktlose Abwicklung des Tagesgeschäfts stattfinden.

Wander- und Fahrradtouristen kommen auch ganz auf ihre Kosten. Neben Flyern und Broschüren zu diversen Wanderrouten in Lage, können demnächst Wanderbegeisterte und Radsportler*innen in Lüerdissen eine neue Wetterschutzhütte im Falle von schlechten Witterungsbedingungen aufsuchen. In Leopoldshöhe werden zur Förderung der Nahmobilität neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes sowie – im Fall der Grundschulen – für Tretroller an zentralen Orten errichtet.

Um den zunehmenden Nichtschwimmeranteil in Deutschland entgegenzuwirken, wird unter dem Motto „Spielerisch zum „nichtschwimmerfreien Dorf““, zusätzliche Kleinkinderspielgeräte in der Flachwasserzone des Freibads Heiden errichtet.

Kulturschaffende in Lage haben unter der Voraussetzung einer Lockerung der Coronabedingten Maßnahmen demnächst die Möglichkeit, mithilfe einer flexiblen auf- und abbaubaren Bühne, Interessierten in allen Bevölkerungsschichten ein vielfältiges Kulturangebot zu ermöglichen.

Am Heimathof in Leopoldshöhe werden zur Unterstützung der Umweltbildung Hochbeete und ein mobiler Schafstall angeschafft.

Gleich an zwei Standorten wird die Attraktivität der Gemeindebücherei Leopoldshöhe gesteigert. Neben der Errichtung neuer Bücherrückgabekästen und der Implementierung elektronischer Endgeräte an den Standorten in Leopoldshöhe und in Asemissen, wird mithilfe des Erwerbs von Lastenrädern klimaneutraler Transport in die Tat umgesetzt.

Das Café Orange in Leopoldshöhe wird künftig von der Ev. Ref. Kirchengemeinde Leopoldshöhe mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen betrieben. Hierfür stehen in Zukunft ein neuer Kaffeevollautomat, ein zeitgemäßes Kassensystem und zwei Terrassenheizer zur Verfügung. Zudem werden neue Speisekarten und Werbematerialien entworfen und gedruckt.

Treffpunkt Piratenschiff Leopoldshöhe Nord

Das Piratenschiff ist ein Ort von großer sozialer Bedeutung für die Menschen aus den nördlichen Leopoldshöher Ortsteilen. Eine erste Version des Schiffes wurde Ende der 70er Jahre errichtet. Damals wurde ehrenamtlich unter Beteiligung von Studierenden einer pädagogischen Hochschule eine erste Version des Spielschiffes konzipiert und erbaut. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Schiff und das Gelände ringsum zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Mehrere Generationen von Leopoldshöher Kindern haben den Ort als identifikationsstiftend erfahren.

 

Steigende Anforderungen an die Sicherheit des Spielschiffes erschweren die Bedingungen für den weiteren Erhalt eines in Eigenregie erbauten Schiffes. Daher soll ein professionelles Spielschiff angeschafft werden.

Mit der Neuanschaffung eines geeigneten Spielgerätes soll das Schulhofgelände der Grundschule Nord in seiner Funktion als Treffpunkt aufgewertet und die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Insbesondere werden durch die Neuanschaffung und professionelle Errichtung künftig die Anforderungen an den Fallschutz gewährleistet.

Das Schulhofgelände ist für alle Eltern und Kinder frei zugänglich und stellt einen generationsübergreifend Treffpunkt in der Gemeinde dar.

 

Regionalwert-AG OWL

Aufbau eines regionalen Wertschöpfungsraumes im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft

Die Idee: Bürger*innen beteiligen sich durch den Kauf von Aktien an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung von nachhaltig erzeugten Lebensmitteln aus der und für die Region. Landwirtschaftliche Betriebe, das Lebensmittelhandwerk, der Handel und die Gastronomie in der Region vernetzen sich über die Regionalwert-AG, um die erzeugten Lebensmittel vor Ort zu verarbeiten und zu vertreiben. Die Kapitalanlagen dienen dazu, Partnerbetriebe bei ihren Investitionen zu unterstützen. Das Ziel der Regionalwert AG ist es, die nachhaltige Lebensmittelproduktion und -verarbeitung in der Region mit finanziellen Beteiligungen zu fördern.

In OWL soll gemeinsam mit den 4 LEADER- und 2 VITAL-Regionen der Weg hin zu einem regionalen Wertschöpfungsraum gestaltet werden. Im Rahmen des Kooperationsprojektes soll der Gründungsprozess der Regionalwert-AG unterstützt werden.

Dazu sollen zunächst regionale Akteur*innen und Multiplikator*innen gewonnen werden. Die Sensibilisierung der Akteur*innen spielt hierbei eine wichtige Rolle. Informationsveranstaltungen und Workshops tragen zur Information und zur Öffentlichkeitsarbeit bei. Die Regionalwert-Idee soll verdeutlicht und Erfahrungen vermittelt werden. Eine weiterführende Öffentlichkeitsarbeit mittels digitaler Medien und Printmedien informiert die Bewohner*innen, Unternehmen und Initiativen in der Region und über die Regionsgrenze hinaus. Mit den in der Region wirtschaftenden Betrieben und Initiativen soll schließlich ein Netzwerk aufgebaut und der Gründungsprozess der Regionalwert AG OWL vorbereitet werden.

 

„Haus des Gastes“ in Hörste

Weiterentwicklung und zukünftige Gestaltung

Das seit 1983 bestehende Haus des Gastes ist zentraler Ort für das soziale Miteinander in Hörste und Anlaufpunkt für die Gäste des Luftkurortes. Das in die Jahre gekommene Gebäude weist jedoch inzwischen erhebliche bauliche und energetische Mängel auf. Um die vielseitigen und generationsübergreifenden Angebote zu erhalten und weiterzuentwickeln, soll es nun erneuert und umgestaltet werden.

 

Die Bedeutung des Gebäudes für die Ortsgemeinschaft zeigt sich auch in der hohen Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Um die Bürger*innen aus Hörste in die Planungen einzubeziehen, wurden im September und Oktober 2019 auf Einladung des Bürgermeisters Matthias Kalkreuter Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt. Es bestand Einigkeit darin, das Haus des Gastes zu erhalten und durch die Gestaltung multifunktionaler Räume weiterzuentwickeln. Die Stadt Lage übernimmt die baulichen Leistungen und die Hörsteraner*innen sind weiterhin für die inhaltliche Ausgestaltung und Umsetzung der kulturellen, sozialen und medizinischen Angebote etc. eigeninitiativ verantwortlich.

 

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich voraussichtlich auf ca. 1.600.000 €. Zur Umsetzung des Gesamtvorhabens beabsichtigt die Stadt Lage daher weitere Förderungen einzuwerben. Über die LEADER-Förderung soll die Aufwertung der Räumlichkeiten im Obergeschoss, der Dorfküche und Stube im Untergeschoss sowie das Inventar für die weiteren Räume im Erd- und Untergeschoss finanziert werden.

Umweltbildung auf dem Heimathof in Leopoldshöhe

Umweltschutz erlebbar machen

Die Gemeinde Leopoldshöhe plant im Bereich des Heimathofes zukünftig die Themenschwerpunkte „Umwelt“ und „Umweltbildung“ stärker zu verorten und auszubauen.

 

Das Projekt fördert die Sensibilisierung der Bevölkerung in Bezug auf aktuelle Umweltthemen wie Natur- und Umweltschutz, Klimawandel und einen nachhaltigen Lebensstil. Bei Kindern und Jugendlichen soll das notwendige Bewusstsein geschaffen werden und bei Erwachsenen soll das themenbezogene Wissen gestärkt und erweitert werden. Somit trägt das Projekt dazu bei, umweltbezogene Themen stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und des individuellen und gemeinschaftlichen Handelns zu rücken.

Das Projekt „Umweltbildung auf dem Heimathof“ setzt sich aus mehreren Einzelmaßnamen zusammen die alle darauf abzielen, aktuelle Umwelt- und Naturschutzthemen für unterschiedlichste Nutzergruppen erfahrbar zu machen. Hierbei werden die Freiflächen um den Heimathof eng mit in die konzeptionelle Entwicklung einbezogen. Als Einzelmaßnahmen angedacht sind u.a. die Einrichtung eines Naturlehrpfades, die Durchführung themenspezifischer Rundgänge, die Errichtung eines Bienenlehrstandes, eine Vortragsreihe zu umweltbezogenen Themen sowie die Einrichtung eines „Grünen Klassenzimmers“ für Projektwochen der lokalen Kindertagesstätten und Schulen.

Ein Treffpunkt für die Südstadt

Freizeit, Sport und Bewegung in der Südstadt von Lemgo

Der Lemgoer Südstadt fehlt es zurzeit an einem attraktiven gemeinschaftlichen Aufenthaltsort, der sowohl zum Verweilen als auch zum Bewegen einlädt. Als geeignetes Areal zur Gestaltung eines solchen Treffpunktes bietet sich das Außengelände der Südschule in Lemgo an.

 

Durch das Projekt soll das Angebot an Sport-, Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten ausgebaut und für weitere Zielgruppen geöffnet und attraktiv gestaltet werden. So kann das Schulgelände im Wohnquartier zu einem integrativen Treffpunkt für Aktivität und Freizeit werden. Der neue Treffpunkt des Quartiers soll dabei alteingesessene Bürger*innen und Neubürger*innen aller Generationen und Kulturen gleichermaßen ansprechen. Dies soll u.a. durch die langfristige Beteiligung der Quartiersgemeinschaft erreicht werden.

 

In dem Projekt sollen der Eingangsbereich durch ein Ballspielgerät und bunte Sitzgelegenheiten aufgewertet und Turn- und Fitnessgeräte installiert werden, die in den Individual-, Vereins- und Schulsport integriert werden können. Außerdem sollen im südlichen Teil ein Hochbeet, Tische und Sitzmöglichkeiten eingerichtet werden. Neben der Möglichkeit Unterricht im Freien durchzuführen, lädt der Bereich künftig zum Verweilen außerhalb von Unterrichtszeiten ein. Außerdem können hier Feste und gemeinschaftliche Veranstaltungen stattfinden. Darüber hinaus soll das Hochbeet für Projekte wie „Open Gardening“ genutzt werden.