Nachhaltig attraktive Gewerbegebiete

Gewerbegebiete als Potentiale für Nachhaltigkeit: Lösungsansätze für Klimafolgenanpassung, Klimaschutz und (Energie-)Effizienz mit lokalen Unternehmen erarbeiten

Lokale Unternehmen engagieren sich in einem Beteiligungsprozess gemeinsam dafür, „ihr“ Gewerbegebiet nachhaltiger zu gestalten — das ist die zentrale Idee des Projekts „Nachhaltig attraktive Gewerbegebiete“. Als Ergebnis soll eine gebietsspezifische Strategie für Klimafolgenanpassung, Klimaschutz und (Energie-)Effizienz entstehen. Diese beinhaltet konkrete Ziele und Maßnahmen, die die Unternehmen langfristig umsetzen. Damit werden einerseits Beiträge für den Klimaschutz insgesamt erbracht (z.B. durch gesenkten CO2-Ausstoß, Begrünung, Entsiegelung). Andererseits profitieren auch die Unternehmen vor Ort, wenn sie z.B. durch Eigenstromversorgung und Energierückgewinnung unabhängiger von externen Energiemärkten werden.

 

Mit dem Schaffen einer Teilzeitstelle für 2 Jahre im Bereich Wirtschaftsförderung und Klimaschutz werden die teilnehmenden Unternehmen während des gesamten Prozesses umfassend unterstützt. Alle Workshops werden professionell moderiert und durch Fachvorträge inhaltlich angereichert. Auch eine finanzielle Unterstützung für einzelne Maßnahmen ist nicht ausgeschlossen. Zur Verstetigung des Prozesses ist die Gründung eines Vereins oder einer Interessengemeinschaft vorgesehen. Damit sollen ein langfristiger Austausch und stetige (Weiter-)Entwicklungsimpulse sichergestellt werden.

 

Insgesamt leistet das Projekt damit innovative Beiträge zur Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen im Bereich ökologischer und ökonomischer Transformation. Durch die gemeinsame Verantwortungsübernahme von Kommunen und lokalen Unternehmen werden Voraussetzungen für langfristig nachhaltige Entwicklungspfade vor Ort geschaffen.

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Ackerbewässerung – ökologisch und nachhaltig

Nachhaltige Bewässerung in der Landwirtschaft mit Modellcharakter

Auf dem Acker der Solidarischen Landwirtschaft Ackervielfalt eG (Solawi) in Lage-Hagen soll ein nachhaltiges Bewässerungssystem mit Modellcharakter entstehen. In niederschlagsreichen Monaten wird Regenwasser von angrenzenden Hallendächern „geerntet” und in einer Zisterne zwischengespeichert. Während längerer Dürreperioden versorgt dieses Wasser die Freiland-Gemüsekulturen der Solawi. Über Tröpfchenschläuche gelangt es in die unmittelbare Nähe der Wurzeln, sodass Verdunstung auf ein Minimum reduziert wird.

 

Durch den Klimawandel werden Wetterextreme wie langanhaltende Dürreperioden immer wahrscheinlicher. Eine Feldbewässerung wird unumgänglich, um eine dauerhafte Versorgung mit frischem, regionalem Gemüse sicherzustellen. Das Projekt soll exemplarisch aufzeigen, wie eine an den Klimawandel angepasste Versorgung der Bevölkerung mit Bio-Gemüse funktionieren kann. Indem es den Wassereinsatz so effizient wie möglich gestaltet, trägt dieses Projekt zu einer klimaangepassten und nachhaltigen Landwirtschaft vor Ort bei.

 

Wegen des modellhaften Charakters soll der Solawi-Acker als Lernort für Wassernutzung und -management in Zeiten klimatischer Veränderungen zur Verfügung stehen. Zielgruppen sind nicht nur andere Solawis, Gemüsebaubetriebe und landwirtschaftliche Betriebe. Auch für die Menschen in der 3L-in-Lippe-Region sowie insbesondere Kinder und Jugendliche sollen außerschulische Bildungsmöglichkeiten bereitgestellt werden.

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Haus für Bewegung, Gesundheit und Begegnung

Erweiterung des Sport-, Freizeit-, Gesundheits- und Kulturangebots in Leopoldshöhe

Auf dem Bildungs- und Sportcampus Leopoldshöhe soll ein „Haus für Bewegung, Gesundheit und Begegnung“ errichtet werden. Das Gebäude soll einen Multifunktionsraum, eine Küche, Toiletten und ein Büro umfassen. Der TuS Leopoldshöhe möchte mit dem Betrieb eines solchen Hauses nicht nur den Bedürfnissen eigener Mitglieder gerecht werden. Durch Sportcamps für Kinder, Yoga-Kurse, COPD-Gruppen aber auch kulturelle Angebote rund um den Sport soll ein attraktiver Ort für alle Einwohner*innen entstehen. Mit dem Projekt werden somit ganzheitliche Bewegungs- und Gesundheitsförderung sowie alters- und kulturübergreifende Begegnung ermöglicht. Mit diesem Ansatz leistet „Haus für Bewegung, Gesundheit und Begegnung“ konkrete Beiträge, um auf überregionale Veränderungsprozesse zu reagieren. Zu diesen Prozessen zählen ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein, eine steigende Bedeutung der Work-Life-Balance sowie das Aufkommen einer sogenannten Silver Society –  also einer Gesellschaft, in der Menschen älter werden und dabei fit bleiben.

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Anpflanzung eines Klimawaldes als aktiver Beitrag zum Klimaschutz auf lokaler Ebene

Eine Aufforstung als Beitrag zu Klimaneutralität und Zusammenhalt vor Ort

Zum Erreichen von Klimaneutralität genügt es nicht, Gebäude zu sanieren oder Mobilität zu optimieren. Um ausreichend CO2 zu binden, müssen solche Ansätze durch das Anlegen von Klimawäldern flankiert werden. Mit dem Projekt soll eine ca. 0,8 ha große und bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche in Leopoldshöhe aufgeforstet werden. Der neu entstehende Klimawald umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Arten. Eine Besonderheit ist, dass auch dürretolerante Baumarten beigemischt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Wald seine Funktion langfristig erhalten kann — auch dann, wenn durch den Klimawandel Trockenphasen zunehmen. Auf einem weiteren Teil der Fläche ist ein ca. 5-7 m breiter Streifen vorgesehen, der als Streuobstwiese entwickelt werden soll. Streuobstwiesen besitzen eine hohe genetische Vielfalt und gelten allgemein als Hotspots der Biodiversität.

 

In die Errichtung des Klimawaldes wird die Ortsgruppe des NABU eng eingebunden. Es ist vorgesehen, einen Teil der Fläche im Rahmen einer Gemeinschaftsaktion zu Bepflanzen. Dadurch soll einerseits die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit „ihrem“ Klimawald erhöht werden. Andererseits ist eine Kooperation mit der kommunalen Migrationssozialarbeit geplant. Mit dem Einbezug von Geflüchteten sollen Mehrwerte für den lokalen Zusammenhalt entstehen.

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