„Haus des Gastes“ in Hörste

Weiterentwicklung und zukünftige Gestaltung

Das seit 1983 bestehende Haus des Gastes ist zentraler Ort für das soziale Miteinander in Hörste und Anlaufpunkt für die Gäste des Luftkurortes. Das in die Jahre gekommene Gebäude weist jedoch inzwischen erhebliche bauliche und energetische Mängel auf. Um die vielseitigen und generationsübergreifenden Angebote zu erhalten und weiterzuentwickeln, soll es nun erneuert und umgestaltet werden.

 

Die Bedeutung des Gebäudes für die Ortsgemeinschaft zeigt sich auch in der hohen Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Um die Bürger*innen aus Hörste in die Planungen einzubeziehen, wurden im September und Oktober 2019 auf Einladung des Bürgermeisters Matthias Kalkreuter Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt. Es bestand Einigkeit darin, das Haus des Gastes zu erhalten und durch die Gestaltung multifunktionaler Räume weiterzuentwickeln. Die Stadt Lage übernimmt die baulichen Leistungen und die Hörsteraner*innen sind weiterhin für die inhaltliche Ausgestaltung und Umsetzung der kulturellen, sozialen und medizinischen Angebote etc. eigeninitiativ verantwortlich.

 

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich voraussichtlich auf ca. 1.600.000 €. Zur Umsetzung des Gesamtvorhabens beabsichtigt die Stadt Lage daher weitere Förderungen einzuwerben. Über die LEADER-Förderung soll die Aufwertung der Räumlichkeiten im Obergeschoss, der Dorfküche und Stube im Untergeschoss sowie das Inventar für die weiteren Räume im Erd- und Untergeschoss finanziert werden.

Kindgerechter Schulweg in Leopoldshöhe II

Grundschule Asemissen

In der Gemeinde Leopoldshöhe soll für die Grundschule Asemissen ein weiteres Konzept für kindgerechte Schulwege erarbeitet werden. Vergleichbar zum bereits bewilligten und in Erarbeitung befindlichen Projekt „Kindgerechter Schulweg in Leopoldshöhe“ für die Grundschule Nord sollen die Schulwege im südlichen Bereich der Gemeinde durch spielerische Elemente attraktiviert und die Sicherheit des Schulweges kommuniziert werden. Durch die neu gestalteten Schulwege soll auch die Bewegung der Kinder gefördert werden.

Das Konzept bereitet konkrete Maßnahmen vor. Es soll u.a. geprüft werden, welche Elemente zusätzliche Sicherheit vermitteln können, um den Kindern und Eltern den Umstieg vom Auto auf den Fußweg zu erleichtern. Zusätzlich sind Maßnahmen zu erarbeiten, wie die neu gestalteten Schulwege durch die Schulkinder gemeinschaftlich genutzt werden können, um das Gemeinschaftsgefühl unterschiedlicher sozialer Gruppen zu stärken und die Inklusion sozial benachteiligter Kinder zu fördern.

Die Erfahrungen des kindgerechten Schulweges für die Grundschule Nord werden in diesem Nachfolgeprojekt berücksichtigt. Das Konzept wird ebenfalls unter Beteiligung der Schüler*innen und deren Eltern erarbeitet.

Zukunftskonzept für Freizeitbäder

Konzept für die vier Lagenser Freibäder und das städtische Hallenbad

Die Freibadinitiativen und Vereine sind verlässliche Partner der Stadt Lage in der Betreibung und Unterhaltung der Freibäder. Mit viel Engagement setzen sie viele neue Ideen für “ihr” Bad um. Jedoch stößt das Engagement zunehmend an seine personellen und finanziellen Grenzen.

Unter Beteiligung der unterschiedlichen Nutzergruppen, soll ein Konzept zur Entwicklung und Existenzsicherung der Freibäder und des städtischen Hallenbades erarbeitet werden. Das Konzept soll Antworten auf die Fragen liefern, wie diese spezielle Freizeitinfrastruktur den zukünftigen Bedarfen angepasst werden kann und wie sinkenden Besucherzahlen entgegen gewirkt werden kann. Neben der bedarfs- und zukunftsorientierten Ausgestaltung des Angebotes ist die wirtschaftliche und technische Betrachtung der Bäder von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit ihres Betriebs. Dabei spielen insbesondere die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien eine wesentliche Rolle.

Fragestellungen der Inklusion und Barrierefreiheit werden ebenfalls berücksichtigt. Dazu sollen bereits im Beteiligungsprozess Nutzergruppen mit Behinderungen, Migrationshintergrund etc. mit einbezogen werden.

Regionale Dorfküchen

Mit ökologischen und regionalen Zutaten zu einer gesunden und geselligen Dorfgemeinschaft

Unsere Dörfer sind heutzutage oft nur noch reine Wohnorte. Sie werden immer unpersönlicher und damit unattraktiver als wirkliche Orte zum Leben. Auch der Bezug zur Landwirtschaft, zu den eigenen Nahrungsmitteln und deren Erzeugung geht immer weiter verloren. Um dem entgegen zu wirken und das Bewusstsein für eine gesunde und regionale Ernährung zu stärken, soll ein Qualifizierungsangebot zu regionalen Dorfköch*innen geschaffen werden.

 

Die Idee lautet: „Mit regionalen Dorfküchen zurück zu einer bewussten, gesunden und regionalen Ernährung und zu einer aktiven Gemeinschaft im Dorf.“ Dazu sollen Ehrenamtliche zu Dorfköch*innen qualifiziert werden. Die Ausbildung wird niedrigschwellig und kostenfrei sein. So wird ein Pool an Engagierten geschaffen, die als Botschafter*innen für eine gesunde und nachhaltige Ernährung und eine ökologische Landwirtschaft die Menschen in den Dörfern zusammenbringen. Wichtiger Teil der Qualifizierungsseminare wird die Entwicklung der anschließenden Angebote in den Dorfküchen sowie die Vernetzung mit regionalen Produzent*innen sein. Dadurch sollen auch die geplanten Dorfküchen in Lage und Leopoldshöhe belebt werden. Die Projektlaufzeit ist für ein Jahr als Modellversuch in Kooperation mit der Stadt Lage geplant. Am Ende wird eine Dokumentation in Form eines Handlungsleitfadens erstellt, damit das Projekt auf weitere Orte und Regionen überragen werden kann.

Gesundheitskiosk Hörstmar

Gesundheitskiosk im Dorfbegegnungszentrum „mitgeDACHt“

Im ehemaligen Gebäude der Grundschule im Ortsteil Hörstmar der Stadt Lemgo wird gegenwärtig als LEADER-Projekt das intergenerative Dorfbegegnungszentrum “mitgeDACHt” aufgebaut. Es soll als zentrale, vitale und auch für unmotorisierte Menschen gut zu erreichende Anlaufstelle für Jung und Alt dienen, die Dorfgemeinschaft sowie das Ehrenamt stärken und Raum für die Entwicklung neuer Ideen schaffen, die möglichst viele Synergien bringen. Hierzu gehört auch die Schaffung eines Gesundheitskiosks, der das Ziel hat, die gesundheitliche Versorgung in den Ortsteilen der Alten Hansestadt Lemgo langfristig zu sichern. Grundlage für das Vorhaben ist u.a. ein Ergebnis der Machbarkeitsstudie “Gesundheit vor Ort”, das aussagt, dass in ländlichen Regionen die medizinische und pflegerische Versorgung mit einem Gesundheitskiosk nachhaltig gestärkt werden könnte.

 

Speziell geschulte Fachkräfte aus ambulanter Pflege und stationärer Akutmedizin sollen die Menschen vor Ort kostenfrei zu Themen rund um die gesundheitliche Versorgung informieren und beraten. Dies betrifft Themen in den Bereichen Gesundheitsförderung und -versorgung, Prävention, sozial-medizinische Beratung, soziale Teilhabe, Inklusion, die Erprobung von Digitalisierung und sog. smartHealth-Lösungen, wie z.B. Televisite.

Der Gesundheitskiosk bildet somit eine wohnortnahe niedrigschwellige Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem Gesundheitswesen, d.h. Haus- und Facharztpraxen, Krankenhäusern, ambulanter und stationärer Pflege, aber auch Therapeuten, Sanitätshäusern, Apotheken und Patientenselbsthilfegruppen.

Am Ende der Projektlaufzeit soll ein komprimierter Ergebnisbericht mit übertragbaren Handlungsempfehlungen vorgelegt werden. Damit hat das Projekt einen Modellcharakter auch für andere Regionen.