Vielfalt, die vor Ort wirkt
Vielfalt, die vor Ort wirkt
Auch im Jahr 2025 konnten Vereine, Initiativen, Kommunen und weitere engagierte Akteurinnen und Akteure Kleinprojekte über das Regionalbudget in der 3L-Region umsetzen. Die geförderten Vorhaben zeigen erneut, wie vielfältig und ideenreich die Region ist und wie gezielt mit vergleichsweise kleinen Mitteln konkrete Verbesserungen für das Zusammenleben vor Ort erreicht werden können.
Kinder, Jugend und Bewegung im Fokus
Wie im letzten Jahr griffen mehrere Projekte gezielt Bedarfe von Kindern und Jugendlichen auf. So entstanden neue Spiel- und Begegnungsorte – etwa durch die Errichtung eines Spielplatzes auf dem Gelände der Kirche am Bahnhof Helpup, der ausdrücklich dem gesamten Dorf offensteht. Auch beim TuS Bexterhagen wurde ein Spielplatz als Treffpunkt für Familien im Ortsteil geschaffen – eine Idee, die aus einer Bürgerversammlung hervorgegangen ist.

Kreative Beteiligung ermöglichte der Graffiti-Workshop in Leopoldshöhe: Jugendliche konnten in den Herbstferien unter Anleitung eines Graffiti-Künstlers ihre eigenen Ideen künstlerisch umsetzen und zugleich den öffentlichen Raum aktiv mitgestalten. Die Ergebnisse lassen sich an der Grundschule Nord besichtigen. Neue Turngeräte für Projektwochen sowie eine pädagogisch zeitgemäße Ausstattung eines weiteren Spielplatzes an der Milser Heide stärken darüber hinaus Bewegungsangebote und fördern motorische Kompetenzen.
Ein zusätzliches, niedrigschwelliges Sportangebot entstand mit der Installation einer „SportBox“ am Bildungscampus Leopoldshöhe. Über eine App oder QR-Codes können Sportgeräte unkompliziert ausgeliehen werden – ein innovativer Beitrag zu mehr Bewegung und Begegnung im öffentlichen Raum.


Digitalisierung als Beitrag zur Daseinsvorsorge
Auch im Bereich Digitalisierung wurden zukunftsweisende Projekte realisiert. In Hörste entstand eine digitale Infostele, die über Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, Vereinsaktivitäten und touristische Angebote informiert. Ergänzt wird das Angebot durch einen Touchscreen im Haus des Gastes, der Besucherinnen und Besuchern gebündelte Informationen zu Ausflugszielen, Wanderwegen und Unterkünften bereitstellt.
Eine multimediale Stele in der Lemgoer Kirche St. Marien eröffnet barrierefrei Einblicke in die Geschichte der Schwalbennest-Orgel und des Kirchengebäudes. Und mit der Entwicklung eines kommunalen Chatbots in Leopoldshöhe wurde ein weiterer Schritt hin zu einer bürgerfreundlichen, digitalen Verwaltung gegangen.
Diese Projekte tragen dazu bei, Informationszugänge zu erleichtern, Teilhabe zu stärken und die Lebensbedingungen zwischen ländlichen und städtischen Räumen weiter anzugleichen.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Teilhabe
Das Regionalbudget 2025 leistete zudem wichtige Beiträge zur sozialen Dorf- und Quartiersentwicklung. In Waddenhausen wird die Halle an der Soorenheide durch eine barrierefreie Eingangstür künftig noch besser zugänglich sein und damit als zentraler Begegnungsort gestärkt.
Im Stadtteiltreff Lemgo-Biesterberg ermöglichen neue Ausstattungsgegenstände gemeinschaftliche Formate wie Grillveranstaltungen, Stadtteilfeste oder „Abende der langen Tische“. Solche Projekte fördern niedrigschwellige Begegnungen und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Quartier.
Darüber hinaus wurden mit Mitteln des Regionalbudgets unter anderem Beschilderungen (z. B. am DGH in Lüerdissen) sowie technische Ausstattung wie Beamer- und Medientechnik angeschafft – wichtige Bausteine für die Arbeit vieler ehrenamtlicher Initiativen.
Die Vielfalt der Projekte und Projektträger zeigt auch im Jahr 2025 eindrucksvoll: Das Regionalbudget ist ein wirkungsvolles Instrument, um Engagement vor Ort zu unterstützen und ländliche Räume als attraktive Lebens-, Arbeits- und Begegnungsorte weiterzuentwickeln.
