Wieder zwei Projekte in 3L-in-Lippe durch LAG beschlossen

Am 27.04. tagte in Lage-Hörste zum 3. Mal in diesem Jahr die Lokale Aktionsgruppe (LAG). Auch diesmal haben die LAG – Mitglieder für zwei Projekte positiv abgestimmt und sich weitere Projekte vorstellen lassen. Beschlossen wurden das RepairCafé in Lage und der Aktiv-Treff in Lemgo. Zudem diskutierten die Anwesenden Grundlagen für ein Beteiligungs- und Öffentlichkeitskonzept.

Zuerst berieten und beschlossen die Teilnehmenden der LAG das Projekt RepairCafé in Lage. Pastorin Bernady stellte das Projekt engagiert vor.  Ziel des RepairCafés ist es, im Rahmen einer ethnienübergreifenden, inklusiven Kooperation z. B. Gegenstände zu reparieren oder kreatives Upcycling (Aufwerten durch Bearbeitung) von alten Gegenständen oder Restwertstoffen zu betreiben.

Erstes Upcycling-Projekt ist eine Alte Schmiede in Lage selbst. Sie möchte die Evangelisch-methodistische Kirche in Kooperation mit der Eigentümerinnen- und Eigentümergemeinschaft in Lage zu dem RepairCafé umbauen. Verschiedene Werkbereiche und Gemeinschaftsecken sollen geschaffen werden, in denen eine Kultur der Reparatur und alter Handwerkstechniken gepflegt wird. Aber es sollen nicht nur defekte Geräte und Gegenstände wieder hergestellt, sondern in kursähnlichen Angeboten auch kreativ gewerkelt und gelernt werden. Insbesondere technische und künstlerische Projekte bieten neben dem Ergebnis des Re-Using – Recycling – Upcycling  Entschleunigung durch gemeinsame Aktivitäten, Gespräche, Literatur, Speisen und Musik. Begegnung und das voneinander Lernen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung von Jung und Alt, von Einheimischen und Neubürgerinnen und Neubürgern ist wesentlicher Teil des Repair-Gedankens.

Im Anschluss beriet die LAG über das Projekt Aktiv-Treff für Jugendliche, Lemgo und beschloss auch dieses Projekt.

Als ein Ergebnis des ersten Lemgoer Jugendforums, so führte der Lemgoer Bürgermeister Dr. Reiner Austermann aus, entstand bei den Schülerinnen und Schülern die Idee zu einem Aktivtreffpunkt für Jugendliche; einem Outdoor-Treffpunkt mit einem Soccerfield für vereinsunabhängige sportliche Betätigung und einem Grill-  und Chillbereich.

Georg Müller, Leiter der Kinder-, Jugend- und Familienbildung der Stadt Lemgo betonte, dass die Stadt Lemgo mit diesem LEADER-Antrag an die LAG, der als Ergebnis des Jugendforums gestellt und am 27.4. beschlossen wurde, die Attraktivität der Stadt für Jugendliche und Familien sowie die Schaffung eines Begegnungsortes für Jugendliche verschiedener sozialer und kultureller Herkunft unter dem Aspekt der sozialen Eingliederung fördern will. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen soll dieser attraktive Treffpunkt entwickelt werden, der sowohl die eingesessene Bevölkerung wie auch jugendliche Menschen mit Migrationshintergrund und geflüchtete junge Menschen anspricht und den es in dieser Form in Lemgo bisher nicht gibt.

Für die von der LAG beschlossenen Projekte werden nun durch die Projektträger und -trägerinnen die Anträge an die Bezirksregierung vorbereitet und gestellt, so dass es nach deren Bewilligung in die Umsetzung gehen kann.

Parallel erarbeitet das Regionalmanagement  die letzten Anpassungen der Lokalen Entwicklungsstrategie, dann kann es losgehen.

Aber damit war es noch nicht genug. Die LAG-Mitglieder erarbeiteten in einem intensiven Diskussionsprozess Grundlagen für ein Beteiligungs- und Öffentlichkeitskonzept, welches von den Kolleginnen und Kollegen des Regionalmanagements bearbeitet und der LAG wieder vorgelegt wird. Sobald das Konzept von der LAG beschlossen wird, werden wir darüber berichten.

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